In einem dichten Birkenwald, Nebel

von Henriette Dushe

  • Regie: Sascha Bunge
  • Raum, Kostüme: Constanze Fischbeck
  • Dramaturgie: Saskia Zinsser-Krys
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  • mit:
  • Anna Gesewsky, Claudia Kraus, Jeffrey von Laun, Amelie Miloy, Julius Ohlemann, Christian Wincierz
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"Ich hatte das Gefühl, dass meine Angelegenheiten nicht mehr von mir durchlebt werden wollten“
„Henriette Dushes äußerst musikalisch angelegtes angenehm nicht auf Eindeutigkeit gezieltes Stück "In einem dichten Birkenwald, Nebel" widmet sich Spielarten der Depression. Also unserer Gegenwart. Drei Männer, drei Frauen. Erzählen von sich. Mehr oder weniger klar konturierte Leidensgeschichten. Sägen Holz, bauen aus Birkenholzblöcken Birken, verlangen nach Wodka. Scheitern sogar noch im Scheitern. 
Ein Mann erkennt seine eigenen Kinder nicht mehr: "Da stehen sie, ja und ich, ich / Er erkannte sie nicht.. / Ich erkannte die Kinder nicht, nein“. .. Einen Mann lässt ein Auffahrunfall ultimativ ratlos zurück, was er hier im Chor, dort in einzelner Louis de Funes - Paraphrase orchestriert. Als frei flottierende Bedrücktheiten und konkret - abstrahierte Sprechakte geistert Dushes Personal durch eine Art Sanatorium, den Titel gebenden Birkenwald eben, dem Constanze Fischbeck mit einem frei stehenden, halbbühnenhohen Vielfensterhalbkreis vor der Horizont - Wand ein bedrückend luftiges Antlitz verpasst hat.“ Tim Schomacker, Nachtkritik